Fragen & Antworten
Was Eigentümer und Vorstände uns zuerst fragen.
Die Antworten, die sonst erst im Erstgespräch fallen. Offen, weil ein informierter Mandant der bessere Mandant ist.
Was ist mein Unternehmen wert?
Das hängt weniger vom Fleiß der Vergangenheit ab als von der Struktur des Geschäfts. Als Orientierung aus abgeschlossenen Transaktionen: Projektgeschäft ohne wiederkehrende Erlöse wird derzeit mit etwa dem 3- bis 5-Fachen des EBITDA bewertet, solide Fertigung mit Stammkunden mit dem 4- bis 6-Fachen, Industrieservice mit Wartungsverträgen mit dem 5- bis 7-Fachen, Vertragsdienstleistungen mit dem 6- bis 8-Fachen, Software mit hohem wiederkehrendem Umsatz mit dem 8- bis 12-Fachen und mehr. Innerhalb jedes Korridors liegen 40 bis 60 Prozent Spanne. Wo ein Unternehmen darin landet, entscheiden Inhaberabhängigkeit, Kundenkonzentration und der Wettbewerb im Verfahren. Eine belastbare Zahl entsteht nicht aus Faustformeln, sondern aus einer Analyse, die ein Käufer nachvollziehen kann. Genau damit beginnt jedes unserer Mandate.
Ich habe ein unaufgefordertes Kaufangebot erhalten. Wie reagiere ich?
Nicht allein. Ein unaufgefordertes Angebot ist selten ein Preis, sondern meist ein Test, ob Sie den Markt kennen. Weder zusagen noch absagen, sondern einordnen lassen. In einem unserer Mandate lag das „faire Angebot unter Nachbarn“ 64 Prozent unter dem Preis, den sechs Wochen strukturiertes Verfahren mit drei Bietern erzielten. Schweigen liest die Gegenseite übrigens als Unsicherheit; eine souveräne, unverbindliche Antwort lässt sich formulieren, ohne etwas preiszugeben.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für Verkauf oder Nachfolge?
Früher, als die meisten glauben. Laut KfW-Nachfolgemonitoring gehen deutsche Unternehmer ihre Nachfolge im Durchschnitt erst mit 66,5 Jahren konkret an. In diesem Alter sind aus Optionen oft Restposten geworden, weil Käufer Übergangszeiten und Investitionsstau einpreisen. Zugleich ist die Käuferseite so liquide wie nie: Beteiligungsgesellschaften verfügen über Rekordsummen nicht investierten Kapitals, und Zukäufe im Mittelstand stehen weit oben auf ihrer Agenda. Wer vorbereitet in den Markt geht, verhandelt aus Stärke. Wer wartet, verhandelt irgendwann aus Notwendigkeit.
Wie läuft ein Verkaufsprozess ab, und wie lange dauert er?
In vier Phasen: eine schriftliche Einschätzung zu Bewertung und Käuferkreis, die Vorbereitung von Zahlen, Geschichte und Datenraum, die diskrete Ansprache ausgewählter Käufer mit gesteuertem Bieterwettbewerb und schließlich Verhandlung, Vertrag und Vollzug. Vom Mandat bis zur Unterschrift vergehen in der Regel sechs bis zwölf Monate. Für Vorbereitung, die den Preis treibt, nehmen wir uns gern länger Zeit. Entscheidend ist weniger die Dauer als die Kontrolle: Wer wann was erfährt, bestimmen Sie.
Erfährt der Markt von einem Verkaufsprozess?
Nicht, wenn er richtig geführt wird. Codenamen, Vertraulichkeitsvereinbarungen vor jedem Kontakt, abgestufte Informationsfreigabe und ein bewusst klein gehaltener Bieterkreis gehören bei uns zum Standard, ebenso ein Kommunikationsplan für Mitarbeiter und Kunden für den Tag, an dem die Nachricht kommen soll. Von Ihnen, nicht aus dem Markt.
Was kostet die Beratung durch Kentforth Partners?
Gute Beratung kostet Geld, aus gutem Grund: Auf der Gegenseite sitzen Profis, und ein Fehler im Prozess kostet ein Vielfaches jedes Honorars. Unsere Vergütung besteht in Transaktionsmandaten aus einem laufenden Beratungshonorar und einer Erfolgskomponente bei Vollzug. Wir werden ausschließlich von unseren Mandanten vergütet und nehmen keine Zahlungen der Gegenseite oder Provisionen Dritter an. Die Konditionen legen wir vor Mandatsbeginn transparent fest; das Erstgespräch ist unverbindlich.
Passt mein Unternehmen zu Kentforth Partners?
Wir beraten Inhaber mittelständischer Unternehmen, Familienunternehmen, Konzerne und Finanzinvestoren. Eine feste EBITDA-Untergrenze gibt es nicht. Auch ein Unternehmen mit rund 1 Mio. € EBITDA kann zu uns passen. Entscheidend sind Ihr Vorhaben, die wirtschaftliche Situation und die Fragen, die wir gemeinsam lösen sollen. Im ersten Gespräch klären wir, ob und in welchem Umfang unsere Begleitung sinnvoll ist.
Worin unterscheidet sich Kentforth von Investmentbanken und klassischen M&A-Beratern?
Unsere Berater haben selbst Fonds geführt, Unternehmen gekauft und verkauft. Wir wissen, wie ein Investitionskomitee entscheidet, weil wir darin gesessen haben, und bereiten Unternehmen genau darauf vor. Wir sind unabhängig, werden ausschließlich von unseren Mandanten vergütet und bieten Transaktion und Strategie aus einer Hand. Und ein Partner führt Ihr Mandat persönlich, vom ersten Gespräch bis zur Unterschrift.